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Autor: Dominik

Katarrh, nein Katar!

Katarrh, nein Katar!

Hier war es noch heißer! Als ich aus dem Flughafengebäude ins Freie zu meinem Uber-Taxi trat, war es mal wieder wie gegen eine Wand zu laufen. Das kann ja heiter werden. Ich ließ mich in die Stadt zu meinem Hotel fahren, das in unmittelbarer Nähe der Altstadt Dohas lag, wenn man denn von so etwas überhaupt sprechen konnte. Das Hotelzimmer war mit 50 m² wirklich riesig und für die Lage recht preiswert. Ich döste auf dem Bett und konnte mich…

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Eine Reise wert

Eine Reise wert

Das Café, an dem mich der rasende Taxifahrer abgeladen hatte, war nicht zufällig gewählt, und mein Couchsurfing-Host war dort wohlbekannt. Anfangs war ich der einzige Gast an diesem Sonntagabend, aber später kamen ein paar Gäste dazu und natürlich sprachen sie mich an. So oft sitzt da wohl kein Ausländer. Später stellte sich heraus, dass nicht nur die anderen Gäste, sondern auch der Café-Besitzer Freunde von Youssef, meinem Host, waren. Als es schon zu dämmern anfing, kam dieser dann auch dazu…

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Schweißgebadet in Persien

Schweißgebadet in Persien

Im Endeffekt war es schwieriger (um genau zu sein: unmöglich) am Flughafen in Schiras WLAN zu kriegen. Die Einreise hingegen war völlig unkompliziert. Was habe ich geschwitzt und mir Gedanken gemacht! Versteck-Apps heruntergeladen, Bilder versteckt, Ordner unsichtbar gemacht, verräterische Israel-Einreisekärtchen zwischen jordanischen Touristen-Flyern versteckt. Am Ende hat keiner was von mir wollen. So habe ich es mir erhofft, aber man konnte ja nicht wissen… Jetzt musste ich nur noch eine gute Stunde Zeit totschlagen. Mein Flug, der um 4.45 Uhr…

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Weit oben und tief unten

Weit oben und tief unten

Hinterher ist man immer schlauer. Wenn ich das gewusst hätte, dann hätte ich mir nicht so einen Kopf machen müssen. Von der israelischen Grenze bis zur jordanischen gab es nach einer Stunde Wartezeit einen Shuttlebus, der uns für drei jordanische Dinar dorthin brachte. Dem Grenzbeamten gab ich meinen Pass mit dem jordanischen Visum, und als er ihn mir später zurückgab, habe ich trotz mehrmaligem Durchblättern nix gefunden. Ich hatte also keinen Hinweis in meinem Pass, dass ich über einen Land-Grenzübergang…

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Pride

Pride

Er wird heute wieder mehr gebraucht. Immer öfter. Und ich weiß nicht, ob es eine gute Sache ist. Er gilt als eine der sieben Todsünden, und doch erliegen wir ihm immer wieder: dem Stolz. Wir begegnen ihm überall. Nationalstolz, Stolz auf den Fußballclub, Gay Pride. Vielleicht liegt es daran, dass ich (als Deutscher) ein gespaltenes Verhältnis zum Stolz habe. Laut Wikipedia ist Stolz „die Freude, die der Gewissheit entspringt, etwas Besonderes, Anerkennenswertes oder Zukunftsträchtiges geleistet zu haben“. Ich kann stolz auf etwas…

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Moskau, deine Lieder

Moskau, deine Lieder

Die kleine Asiatin war ganz aufgeregt. Sie war sich nicht sicher, ob sie im richtigen Bus saß und hatte zuvor schon verschiedene Leute gefragt. Aber die konnten oder wollten kein Englisch sprechen. Ich habe versucht, sie zu beruhigen, als sie sich im Bus neben mich setzte. Ich wusste auch nur grob, wie ich zu meiner Couchsurfing-Gastgeberin Oksana kommen sollte, aber irgendwie klappt es doch immer. Und natürlich hat es auch geklappt. Was die Sache erleichtert hatte, war, dass es in…

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Kaltes, klares Wasser

Kaltes, klares Wasser

Die Russen sind ein bisschen genauer bei der Einreise. Der Pass wird an Ort und Stelle abgestempelt und dann kommt der Zoll, dann einer, der den nochmal Pass prüft, dann einer, der nach Verstecken sucht, und zum Schluss läuft ein Fünfter mit dem Spürhund durch. Es war schon wieder fast ein Uhr nachts, als ich die Tür zugemacht und mich aufs Ohr gelegt habe. Um kurz vor sechs war Halt in Ulan-Ude (Улан-Удэ), jener Stadt, wo die Transsibirische Eisenbahn nach…

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He Reiter, ho Reiter, he Reiter, immer weiter…

He Reiter, ho Reiter, he Reiter, immer weiter…

Aus den Lautsprecherboxen des Restaurantwagons dröhnte „Be my lover“ von La Bouche in voller Lautstärke, als ich mit ein paar meiner Abteilnachbarn an diesem Mittwochmorgen gegen neun zum Frühstück ging. An der Grenze war der chinesische Speisewagen durch einen mongolischen ersetzt worden, und auch die Preise waren nun um einiges höher als zuvor. Und während die Gleise in China in einem hervorragenden Zustand waren, so fuhr der Zug seit der Grenze mit viel mehr Gewackel und Geratter, und auch eher…

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Hin- und hergerissen

Hin- und hergerissen

1.216 Kilometer weiter und viereinhalb Stunden später bin ich am neuen Westbahnhof der chinesischen Hauptstadt Peking (北京) angekommen. Auf dem Weg zu meinen Hostel mit der Metro musste ich ein paar Mal umsteigen, und als ich es schließlich gefunden hatte, war ich komplett durchgeschwitzt. China ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Land, in dem die Staatsmacht alles und jeden kontrolliert (aber wer kontrolliert den Staat??). Facebook, Google und WhatsApp sind ohnehin gesperrt. Der staatseigene Messagerdienst heißt hier WeChat, und…

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Ton und Gestein

Ton und Gestein

Manchmal hat man einfach so ein Gefühl. Ich sollte Recht behalten, als ich mich an diesem Mittwochnachmittag mit dem Taxi vom Flughafen zum Hostel fahren ließ. Das Gefühl, dass mich der Taxler grad übers Ohr haut. Und am Ende zahlte ich ein Vielfaches dessen, was mich ein Hostel-Shuttle gekostet hätte – von einer Fahrt mit dem Bus ganz zu schweigen. Die Scheißerei soll er kriegen!! Mein Hostel lag in der nördlichen Altstadt von Xi’an (西安市), einer 7,8-Millionen-Stadt im Nordwesten Chinas,…

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