Kurzschlussentscheidung

Kurzschlussentscheidung

Jeder kennt diese Tage. Man ist müde, unmotiviert und möchte eigentlich woanders sein. Aber nein, man muss in die Arbeit – ob man will oder nicht.
Ein solcher Tag war bei mir der 5. Januar 2015.

Träge und faul, die Weihnachtsfeiertage sitzen mir quasi noch in den Knochen. Von den zu vielen Stücken Prinzregententorte ganz zu schweigen – allerdings sitzen die mir auf den Hüften. Und da bin ich also an meinem Schreibtisch und passe dankbar jeden Kollegen ab, der bei mir vorbei geht, um mir seine Feiertagsgeschichte anzuhören. Die Geschichte eines Kollegen aber sollte mich geradezu elektrisieren. Er erzählt von der Weihnachtsfeier zuhause bei seinen Eltern und, dass eben auch kurz vor den Feiertagen ein Kumpel seines Bruders von einer Weltreise zurückgekommen ist. Solche Worte fallen bei mir auf fruchtbaren Boden, und dann war es um mich geschehen. Gierig habe ich seinen Erzählungen gelauscht und wusste in diesem Moment:
Ja, sowas will ich auch machen!

Ich konnte den ganzen Tag an nichts anderes mehr denken und habe mir schon damals im Kopf eine Route überlegt, wie ich sie nun letztlich auch machen werde. Inzwischen habe ich mir auch mein Round-the-world-Ticket gebucht, und das macht die ganze Sache final. Am 28. Dezember 2017 geht es von München nach Kapstadt. Meine Reise wird mich ins südliche Afrika führen und anschließend weiter nach Südamerika. Nach einem Zwischenstopp auf den Osterinseln und in Französisch Polynesien reise ich weiter nach Neuseeland und Australien. Über Südostasien geht es in die chinesische Hauptstadt und von dort mit dem Zug über die Mongolei nach Sibirien. Zum Abschluss steht der Nahe Osten auf dem Programm, bevor es dann Ende Juni wieder zurück geht.

In die Entscheidung, eine Weltreise zu machen, fließen selbtverständlich auch ökonomische Überlegungen mit ein. Für mich als Schwabe stellt sich natürlich die Frage, wieviel es kostet. Und kann ich mir das überhaupt leisten? Wahrscheinlich hätte ich die Idee schnell wieder verworfen, wenn nicht unser Geschäftsvorstand vor ein paar Jahren die Möglichkeit eines Sabbaticals geschaffen hätte. Somit behalte ich mein Arbeitsverhältnis und bekomme während meiner sechsmonatigen Abwesenheit weiterhin mein Gehalt bezahlt, das ich mir in den letzten Jahren quasi erarbeitet habe. Denn eines weiß ich, nur für eine Weltreise den Job zu kündigen, dafür wäre ich zu feige gewesen.

7 Gedanken zu „Kurzschlussentscheidung

  1. Hallo Dominik, ich bin total aufgeregt und freue mich riesig für Dich und Deine Entscheidung, die Welt zu umrunden. Ein wahrscheinlich einmaliges und sehr beeindruckendes Projekt. Ich bin sehr gespannt.
    Boa viagem, Daniel

  2. Großen Respekt für die mutige Entscheidung. Ich wünsch Dir Hunderttausend unvergessliche Eindrücke, von denen Du sicher das ganze Leben zehren kannst. Komm gut wieder zurück

  3. Hallo Dominik, Respekt um das durchzuführen benötigt man schon eine ganze Menge Courage. Ich hoffe dein Block füllt sich und Du lässt uns ein bisschen teilhaben damit unser Fernweh gesteigert wird.

  4. Hallo Dominik, habe gerade die Adresse für deinen Blog oder wie auch immer sich das nennt bekommen, lese gierig jeden Eindruck und Kommentar und bin gespannt was da noch alles kommen wird. Alles Gute, Glück und Gesundheit. Viele Grüße moni

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