Öl ins Getriebe

Öl ins Getriebe

Ein Tröpfchen Öl im Getriebe, vielleicht auch zwei oder drei, hätten dem Gepäckband nicht geschadet. Aber wen stört das schon, hier auf der Osterinsel? Fernab jeglicher Zivilisation. 3.526 Kilometer entfernt vom chilenischen Festland. So weit im Meer, dass der Flughafen 1970 von der NASA als Notlandeplatz für Raumfähren im Südpazifik deklariert und entsprechend ausgebaut worden war. Folglich wurden auch einige Straßen von der NASA finanziert. Und seit dem Ausbau des Flughafens können auch Großraumflugzeuge auf der Osterinsel landen, was zu einem Anstieg des Tourismus geführt hatte.

Ankunft in Hanga Roa

Wie es sich gehört, wurde ich mit einer polynesischen Blumenkette um den Hals begrüßt, und dann ging’s mit dem Auto in meine 700 Meter entfernte Unterkunft. Hanga Roa (auch Haŋa Roa; die ng-Verbindung wird gesprochen wie in ‚Sänger‘, das g ist nicht explizit zu hören) ist nicht groß, aber 700 Meter mit dem schweren Rucksack bei dieser Hitze…
Nach einem kleinen Begrüßungstrunk wurde mir mein Zimmer gezeigt, und dann habe ich erst mal die lange Hose sowie die Schuhe aus- und die kurze Hose sowie die Flipflops angezogen.

Auf dem Weg hinunter zum Meer hat sich gezeigt, was ich bereits auf diversen Webseiten gelesen habe: die Osterinsel ist keine wirkliche Badeinsel. Hohe Wellen schlagen gegen die Küste aus Vulkangestein. Baden wäre Selbstmord, vor allem hier an der Südküste. Auch der Fischbestand rund um das Eiland ist eher begrenzt. Auf dem Weg zurück in den Hauptort Hanga Roa bin ich an Protestschildern vorbei gekommen, die sich gegen einen privaten Investor und die chilenische Regierung gerichtet haben. Bei der Annektierung der Isla de Pascua im Jahr 1888 und vor allem später bis Ende der 60er Jahre hatte sich Chile nicht mit Ruhm bekleckert, aber inzwischen ist das Verhältnis entspannt. Heute wohnen auf der Osterinsel knapp 6.000 Menschen.

Hanga Roa – Wilde Küste
Hanga Roa – Wilde Küste

Der erste Europäer, der der Osterinsel ansichtig wurde, dort aber nicht landete, war vermutlich ein Pirat auf dem Weg von Galápagos zur Umsegelung von Kap Hoorn. Der nächste war ein Niederländer, der am Ostersonntag des Jahres 1722 auf der Osterinsel landete und ihr ihren Namen gab. Gut 50 Jahre später war auch James Cook ein paar Tage zu Besuch, aber offensichtlich nicht besonders begeistert, denn es war schwer Wasser zu finden und überhaupt allzu unwirtlich. Und bis zur Annektierung durch Chile waren natürlich auch die Spanier drauf, die aber irgendwann das Interesse verloren hatten.

Das Highlight der Osterinsel sind zweifellos die Moai-Statuen, die die Rapanui dort aufgestellt hatten. Rapanui bezeichnet dabei nicht nur die ursprünglichen Inselbewohner, sondern auch deren Sprache und die Insel selbst. Noch am Tag meiner Ankunft habe ich mir einen Roller gemietet, mit dem ich dann schnurstracks zum Sonnenuntergang nach Ahu Tahai (‚Ahu‘ bedeutet Altar bzw. Zeremonialstätte) gefahren bin. Eigentlich kann man da von Hanga Roa aus auch zu Fuß hingehen, aber wenn ich den Roller doch schon mal habe.
Hier stehen zwei Reihen von Moais direkt am Strand. Meine ersten Moais überhaupt. Echt beeindruckend, und dann noch bei so einem Panorama! Und dann hatte ich Glück. Ein fast Nackter mit einem Hochzeitspaar kam den Hügel herunter. Der fast Nackte war offensichtlich ein Rapanui-Priester mit zottligen Rasta-Haaren, weißem Bart und einem Kessel, den man nicht mehr als Wohlstandsbäuchlein durchgehen lassen konnte. Vor dem Gemächt trug er nichts als eine Art Lendenschurz, der mit einer Kordel in Position gehalten wurde. Der Arsch war blank. Ach ja, was er noch trug, war ein Paddel – in der Hand. Die Braut in weißem Kleid, und der Bräutigam mit weißem Hemd und weißen Shorts. Auf dem Haupt hatte jeder einen Blumenkranz und die Gesichter waren polynesisch angemalt. Mit dabei waren zwei Blumenkinder und zwei Fotografen. Zum Schluss waren es dann Dutzende Fotografen, denn alle wollten natürlich ein Bild vom und mit dem frisch vermählten Paar.

Ahu Tahai
Ahu Tahai
Ahu Tahai – Brautpaar, Blumenkinder und ein Nackter
Ahu Tahai – Frisch vermählt
Ahu Tahai

Die größte Ansammlung von Moais steht in Ahu Tongariki. 15 Steinfiguren sind hier mit dem Rücken zum Meer aufgestellt (eigentlich sind alle Moais mit dem Rücken zum Meer aufgestellt, nur in einer Anlage schauen sie aufs Meer hinaus). Besonders zum Sonnenaufgang gibt Ahu Tongariki ein tolles Fotomotiv ab, und daher bin am nächsten Morgen die knapp 20 Kilometer auf die Ostseite der Insel gefahren. Es war natürlich noch dunkel, aber eigentlich nicht allzu früh, denn um die Zeitverschiebung zum chilenischen Festland nicht allzu groß zu machen, sind die Uhren im Vergleich zu Santiago um nur 2 Stunden versetzt. Folglich geht die Sonne erst um kurz nach acht auf.

Ahu Tongariki
Ahu Tongariki – Travelling Moai im Vordergrund

Ich war bei Weitem nicht der Einzige, der sich hierher auf den Weg gemacht hatte. Heerscharen von Touristen hatten denselben Gedanken und waren bepackt mit Stativen und Kameras in der Anlage, die dafür extra schon um sieben öffnet. Die Bilder sind trotzdem schön geworden.
Fast alle waren schon wieder abgezogen, als ich danach noch ein bisschen über die Anlage spaziert bin und mich kurz nach neun auf den Rückweg zum Hotel gemacht habe – schließlich gab es Frühstück und ich hatte Hunger.

Frühstück – Moais allerorten..

Einer der wenigen Strände auf der Insel ist bei Ahu Anakena. Also habe ich nach dem Frühstück meine Badehose eingepackt und bin mit dem Roller wieder zur Ostseite der Insel gefahren, um am Strand zu chillen und mich zu sonnen. Der Strand hat seinen Namen natürlich nicht ohne Grund, denn gleich nebenan steht ein einzelner Moai und ein paar Meter weiter nochmal sieben weitere. Der Legende nach soll in dieser Bucht der mythische Gründervater Hotu Matua gelandet sein und eine Siedlung gegründet haben.

Ahu Anakena
Ahu Anakena
Hanga Roa – Dessert zum Sonnenuntergang

Für den nächsten Tag hatte ich mir eine geführte Tour gebucht. Mario, unser Guide, holte mich an meiner Unterkunft ab und zusammen mit einem Schweden und einem französischen Pärchen ging es zu den Hauptsehenswürdigkeiten der Insel. Angefangen haben wir in Ahu Vinapú, direkt am Ende der Landebahn des Flughafens. Die Anlage ist eine der größten auf der Insel und spielt eine wichtige Rolle in der Erforschung der Besiedlungsgeschichte.

Weil schriftliche Zeugnisse fehlen, weiß man bis heute nicht genau, wie die Osterinsel besiedelt worden ist. Unter Polynesien, wozu die Osterinsel gehört, versteht man ein riesiges Dreieck, das sich über den gesamten Pazifik erstreckt. Die drei Ecken des Dreiecks sind die Osterinsel im Osten, Hawaii im Norden und Neuseeland im Westen. Alles was innerhalb dieses imaginären Dreiecks liegt, bezeichnet man als Polynesien. Glaubt man der einen Argumentation, dann soll Polynesien und später die Osterinseln im fünften oder sechsten Jahrhundert n. Chr. erstmals von Taiwan her besiedelt worden sein. Just aber in Ahu Vinapú gibt es Mauerreste, die sehr an die Bauten der Inkas erinnern, da auch sie perfekt zugeschnittene Steinquader haben, und als Erdbebenschutz sind ab und zu kleinere Steine zwischendrin eingefügt worden. Also all das, was man schon im Westen Südamerikas gesehen hat. Obwohl man inzwischen von der Südamerika-Theorie größtenteils abgerückt ist: so ganz genau weiß es keiner.

Man könnte jetzt meinen, die Moai-Kultur wurde von den europäischen Invasoren/Entdeckern zerstört. Aber weit gefehlt.
Die Moai wurden von den Rapanui jeweils über dem Grab eines berühmten Häuptlings oder eines wichtigen Ahnens errichtet, um damit ein Bindeglied zwischen diesseitiger und jenseitiger Welt zu schaffen. Im Grab war allerdings nicht der ganze Körper, sondern nur die Knochen, die nach der Verwesung übriggeblieben sind. Natürlich gab es auch kleinere Moai für weniger einflussreiche Familien. Es wurde ein großer Kult daraus, und eine regelrechte Industrie, die die Moai herstellte, entwickelte sich. Das brachte zum einen natürlich Arbeit, zum anderen waren diese Steinmetze aber nicht mehr für die Nahrungsbeschaffung verfügbar. Und so ein Moai war auch sehr teuer. Irgendwann konnten oder wollten die Leute sich das einfach nicht mehr leisten. Es war also gehörig Sand im Getriebe, und die Häuptlinge hatten die Zeichen der Zeit schlichtweg nicht erkannt. Wie so oft hätte vielleicht ein Tröpfchen Öl im Moai-Getriebe Schlimmeres verhindert, aber so kam es in der Folge wohl im 17. Jahrhundert ohne Einfluss von außen zum Bürgerkrieg auf der Osterinsel, und der Moai-Kult wurde aufgegeben. Die Rapanui stürzten die Moai von ihren Sockeln, die Ahus wurden verlassen. Stattdessen bildete sich ein Vogelmannkult.

Ahu Akahanga – Moai vom Sockel gestürzt

Dass die Aufgabe des Moai-Kults quasi von einem Tag auf den anderen geschah, konnten wir beim nächsten Stopp unserer Tour sehen: Rano Raraku. An den Hängen dieses erloschenen Vulkans haben die Rapanui Steinbrüche angelegt, aus denen fast alle der Moai herausgeschlagen worden waren. Dort stehen noch heute zum Abtransport fertige oder noch nicht vollendete Moais herum, und teilweise waren bis in die Neuzeit hinein herumliegende Werkzeuge zu sehen. Nicht nur die Herstellung der Steinfiguren, auch deren Transport war nicht ganz trivial und noch dazu recht teuer. Es dauerte einige Tage, bis ein Moai aufrecht stehend zu den Ahus gebracht war.

Rano Raraku – Aufgegebener Steinbruch am Vulkanhang
Rano Raraku – Moais im aufgegebenen Steinbruch
Rano Raraku – Moai, der noch nicht aus dem Feld herausgelöst wurde

Nur einen Kilometer von Rano Raraku entfernt liegt Ahu Tongariki, wo ich gestern früh bereits den Sonnenaufgang beobachtet hatte. Dorthin ging’s als nächstes. Als die Europäer auf die Osterinsel kamen, waren die Moais auch hier schon umgestürzt worden. Jetzt kam noch dazu, dass es in der Nacht vom 22. auf den 23. Mai 1960 mit 9,5 auf der Richterskala das schwerste jemals gemessene Erdbeben gab, das enorme Schäden in Chile anrichtete und einen Tsunami verursachte, der sechs Stunden später die Osterinsel und konkret Ahu Tongariki frontal traf. Die umgestürzten Moai wurden hundert Meter ins Landesinnere gespült, und nur aufgrund von Zeichnungen und Fotografien konnten die Moai wieder rekonstruiert und aufgestellt werden – nicht zuletzt mit viel Geld aus Japan. Der Travelling Moai wurde dorthin nämlich zur Weltausstellung ausgeliehen und brachte genug Geld mit zurück, um die ganze Rekonstruktion zu finanzieren.

Ahu Tongariki
Ahu Tongariki – Vogelmannzeichnungen im Boden
Ahu Tongariki – Sogar die Miezekatze ist müde vom Sightseeing
Nabel der Welt – früher war er hundert Meter weiter weg…

Der Abschluss der Tour war in Ahu Anakena, wo ich mir am Tag zuvor bereits die Sonne auf den Pelz hatte scheinen lassen. Statt mit den anderen runter zum Strand zu gehen, habe ich mir im Schatten einer Bar einen Cocktail schmecken lassen.

Ahu Anakena – Cocktail am Strand
Ahu Anakena

Für den Abend hatte ich mich zum Sterneschauen angemeldet. Amos und Marc, zwei gebürtige Neuseeländer, hatten uns (das französische Pärchen war wieder mit dabei) zuerst einige hochinteressante Infos dazu gegeben, wie die Polynesier in früheren Zeiten navigiert haben. Ein Navigator musste ein großes Wissen über die Sternbilder aufweisen, damit er ein Schiff leiten durfte. Unter anderem haben sie uns gezeigt, wie man zum einen das Kreuz des Südens findet, und zum anderen, wie man damit Süden bestimmen kann; denn so einfach wie mit dem Polarstern auf der Nordhalbkugel Norden zu finden, ist es mit Süden nicht.
Danach sind wir wieder die etwa 25 Kilometer auf die Ostseite der Insel gefahren, weil es da quasi keine Lichtverschmutzung gibt, und die beiden haben ihr Teleskop aufgebaut.
Inmitten der Milchstraßen haben wir das Kreuz des Südens ausmachen und damit Süden bestimmen können. Amos hatte einen Laserpointer dabei, der unglaublich stark war. Hat er damit in die Sterne geleuchtet, hätte man meinen können, er holt die Dinger mit seinem Darth-Vader-Laserschwert vom Himmel. Auf ihrem Teleskop haben sie Sterne eingestellt, und wir konnten mal richtig weit in den Weltraum schauen. Ein wirklich tolles Erlebnis. Als kleinen Abschluss, und kurz bevor der Fast-Vollmond aufging, haben uns die beiden eine heiße Schokolade und Bananenkuchen gereicht. Wie dekadent! Später sind wir noch einmal nach Ahu Anakena gefahren und haben uns die Moais und die Sterne im Mondenschein angeschaut.

Milchstraße und Dominik
Dominik beim Sterneschauen
Nachthimmel über Ahu Anakena
Nachthimmel über Ahu Anakena

An meinem letzten Tag hatte die Schwester meiner Gastmutter nach dem Frühstück ganz aufgeregt an meine Zimmertür geklopft. Der Flug nach Tahiti sei um knapp vier Stunden vorverlegt worden. Ein kurzer Check auf der Homepage von Latam hat die Aussage bestätigt, und so musste ich meine Planung ein bisschen ändern. Ich habe mir dann nochmal einen Roller gemietet und bin damit nach Rano Kau hinauf gefahren, einem erloschenen Vulkan direkt an der Südwestküste der Insel. Ein Teil des Kraters ist zum Meer hin weggebrochen, und so sieht man von der gegenüberliegenden Seite unmittelbar auf den Pazifik. Der Vulkan und die nebenan gelegene Siedlung Orongo spielten eine wichtige Rolle im Vogelmannkult, der entstand, nachdem die Moais von ihren Sockeln gestürzt worden waren. Dazu sind im Juli eines jeden Jahres alle Stämme der Insel in einer Prozession nach Orongo hinauf gezogen. Besonders tapfere und ausgewählte Krieger – sogenannte Hopu – sind daraufhin die steilen Klippen zum Meer hinuntergeklettert und mit einem Schilfbündel, auf dem sie Vorrat dabei hatten, hinüber auf die vorgelagerte Insel Motu Nui geschwommen. Haifische und eine gefährliche Brandung hatten die Sache nicht gerade erleichtert. Sie haben dann, teilweise mehrere Wochen, auf die Ankunft der dort brütenden Seeschwalben gewartet. Der Hopu, der das erste Ei gefunden hatte, stahl es aus dem Nest und machte sich auf den gefährlichen Rückweg. Das Ei wurde seinem Häuptling übergeben, und dieser war dann für das kommende Jahr der Vogelmann.

Rano Kau – Blick über den eingestürzten Kraterrand aufs Meer
Orongo – Siedlung, die nur für ein paar Wochen im Juli bewohnt wurde
Orongo – Inselchen, auf denen die Hopu auf die Ankunft der Schwalben gewartet haben
Rano Kau – Blick auf Hanga Roa

Anschließend bin ich rüber zum Ahu Akivi rüber gedüst und habe mir die sieben Moai-Burschen angeschaut, die als einzige hinaus aufs Meer schauen. Sie stehen für die sieben jungen Abenteurer, die vor der Besiedelung der Osterinsel ausgeschickt worden sein sollen, um neues Land zu entdecken und auszukundschaften, wo es Möglichkeiten gibt sich niederzulassen. Im Regen bin ich danach durch Pfützen und Kuhfladen zu einer offenen Höhle gewatschelt, die einmal ein unterirdischer Lavatunnel war und irgendwann auf ein paar Metern eingestürzt ist. Heute wachsen da drinnen Bananen. Weiter wollte ich dann nicht mehr, denn es war mittlerweile wieder schwülheiß, meine Füße taten mir weh, und außerdem musste ich ja auch schauen, dass ich wieder zurückkam.

Ahu Akivi – 7 Abenteurer, die aufs Meer hinausschauen

Auf dem Heimweg habe ich noch einen kurzen Abstecher in Puna Pau gemacht. Auch das ist ein abrupt aufgegebener Steinbruch an einem Vulkankrater. Hier wurden aber keine Moais aus dem Stein geschlagen, sondern lediglich deren Pukao. Das sind sozusagen die Hüte, die den Moais aufgesetzt wurden. Allerdings bekam nur ein wirklich wichtiger Moai so ein Teil auf den Kopf. Der Grund, weshalb die Pukao hier geschlagen wurden, ist, weil das Gestein hier nicht grau/schwarz ist, sondern rot.

Puna Pau – Fertige Pukao zur Abholung bereit

Bevor ich den Roller abgegeben habe, hatte ich noch kurz bei Amos im Tourbüro vorbeigeschaut, nebenan meine restlichen Postkarten geschrieben, und bin dann zu Fuß zurück zur Unterkunft. Ich durfte das Zimmer netterweise noch bis zum Abend behalten und konnte so noch einmal duschen, bevor mich die besagte Schwester zum Flughafen gefahren hat.

Als der Flieger aus Santiago, der uns weiter nach Papeete bringen sollte, in Hanga Roa gelandet ist, mussten alle aussteigen. Bis hierher war es ein Inlandsflug, jetzt mussten aber alle durch die Passkontrolle und anschließend wieder einsteigen. Danach lief alles wie geschmiert, genug Öl im Getriebe also, und so sind wir in die Abendsonne geflogen. 4251 Kilometer weiter nach Tahiti, ans andere Ende der Welt. So weit, und doch so nah. Eigentlich nur in unser Nachbarland, nach Frankreich. Mein Personalausweis hätte zur Einreise gereicht.

Hanga Roa – Abflug nach Papeete
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