Vom Weltreisen und Hausbauen

Vom Weltreisen und Hausbauen

Mist, das kam zu schnell. Ich hätte mit dem Betrag weiter runter gehen sollen!
Es war eine junge Frau, die mir kurz nach meiner Ankunft am Flughafen Krabi (กระบี่) in Südthailand den Preis für die Taxifahrt auf die Insel Koh Lanta (เกาะลันตา) genannt hatte. Als ich ihr mein Gegenangebot gesagt hatte, antwortete sie wie aus der Pistole geschossen: „OK, no problem!“
Tja, das muss ich nächstes Mal geschickter anstellen.

Der Flug von Singapur nach Krabi dauerte gerade mal eine Stunde 40 Minuten, und durch die Zeitverschiebung saß ich schon um kurz nach vier in einem Taxi nach Koh Lanta, das ich für mich ganz alleine hatte. Die Fahrt wiederum dauerte ungefähr zwei Stunden und beinhaltete eine etwa 15-minütige Fährüberfahrt auf die Insel selbst.

Nach sieben Wochen in teuren, westlichen Ländern war es dann hier doch wieder eine Umstellung – aber keine Schlechte. Die Standards sind ein bisschen anders. Die Leute fahren kreuz und quer, und auf dem Motorrad meist ohne Helm. Allerdings fahren einige Frauen mit Kopftuch herum; hier unten im Süden Thailands gibt es relativ viele Moslems, die in einigen südlichen Distrikten an der Grenze zu Malaysia zwar die Bevölkerungsmehrheit bilden, aber in der Gesamtbevölkerung (68 Mio.) gerade mal 5% ausmachen. Das Land ist eine konstitutionelle Erbmonarchie und nach dem Tod des allseits hochverehrten und –geliebten Königs Bhumibol (Regentschaft von 1946 bis 2016) wurde sein Sohn Maha am 1. Dezember 2016 neuer König. Die Regierung führt ein General, nachdem im März 2014 das Militär putschte. Das Konterfei des alten Königs prangt gefühlsmäßig immer noch genauso oft wie das des neuen an allen möglichen Stellen und Plätzen im Land. Ohnehin ist der neue König tendenziell eher unbeliebt, da er vor dem Tod des Vaters seine Zeit lieber in Oberbayern als in Thailand verbrachte, und da er dreimal geschieden wurde und mit seiner gegenwärtigen Lebensgefährtin quasi in wilder Ehe lebt.

Mein Taxifahrer brachte mich zu meinem Hostel, und ich checkte in ein unglaublich günstiges, klimatisiertes Zimmer ein, das ich mir mit einem Brasilianer und einer Deutschen teilte. Es gab keine Stockbetten, sondern normale, gemütliche Betten, die der Privatsphäre halber sogar mit je einem Vorhang voneinander getrennt waren. Das war ja fast schon Luxus. Zum Abendessen gab es im Restaurant nebenan Pad Thai – richtig lecker und zu einem Preis, der mir nach Neuseeland und Australien geradezu lächerlich niedrig vorkam – selbst ohne zu handeln.

Für den nächsten Tag hatte ich mir eine Halbtagestour mit Kanufahrt gebucht. Nach dem Frühstück wurde ich deshalb um acht abgeholt und auf die Pritsche eines alten, klapprigen Pickups geladen, der mich nach etwa zwanzig Minuten Fahrt zu zusammengezimmerten Hütten inmitten von Mangroven brachte. Kurze Zeit später trafen noch weitere Touristen aus Deutschland und Großbritannien ein. Wir wurden auf ein Langboot verfrachtet, und dann ging die Fahrt los. Die Luft war heiß und schwül, nur der Fahrtwind machte es einigermaßen erträglich.

Nach etwa einer halben Stunde gingen wir an einer Insel an Land. Die Insel, die etwa halb so groß wie ein Fußballfeld war, wurde uns angepriesen, aber ich kann mich beim besten Willen nicht dran erinnern wieso. Denn auf eine gewisse Art und Weise war ich einfach nur perplex, dass unsere Crew das aus dem Wasser ragende Stück Land mit ein bisschen Kies und ein paar vertrockneten Sträuchern überhaupt eines Blickes würdigte, geschweige denn Touristen drauf führte. Uns wurde eine ‚Besichtigungszeit‘ von zehn Minuten eingeräumt, und dann ging es endlich weiter zu einer (richtigen) Insel mit einer kleinen Bucht, eingekeilt zwischen hohen Felsen. Wir stiegen vom Boot aus und gingen, durch das seichte Wasser watend, an den Strand. Unser Guide (dessen Name ich gleich nach der gegenseitigen Vorstellung wieder vergessen hatte: nennen wir in der Einfachheit halber Hans) zog Kanus hinter ein paar knorrigen Bäumen hervor und zog sie auf den Strand. Nach einer kurzen Einweisung drückte er uns die Paddel in die Hand und ließ uns aufsitzen um mit den Dingern die Insel zu umrunden. Während unser Skipper auf dem Boot blieb, fuhr Hans mit uns Kanu. Er fischte Seeigel aus dem Wasser, zeigte uns diverse Höhlen und Vögel und brachte uns schließlich an einen weiteren Strand, wo wir eine gute Viertelstunde Zeit hatten, um uns ein bisschen abzukühlen und zu baden. Kanufahren hört sich immer so einfach an, aber wenn man es nicht gewohnt ist, dann geht das Paddeln nach einer Weile ganz schön in die Arme.

Koh Lanta – Kayak-Bucht

Wir paddelten weiter, machten in einer Höhle mit ziemlich viel Fledermauskacke einen zweiten, kurzen Zwischenstopp und dann lotste uns Hans zum Boot zurück. Der Skipper bot uns zur Begrüßung Ananas und Bananen an, die nicht nur uns schmeckten, sondern auch einer kleinen cleveren Affenbande.

Der Motor wurde angelassen, und wir glitten übers Meer zurück zu den Mangroven. Kurz davor allerdings fuhren wir quasi rechts ran und wurden schon erwartet: eine ganze Affenherde saß sehnsüchtig in den Mangrovenbäumen. Als wir nahe genug waren, fingen sie an, auf unser Boot zu springen, um sich die Bananen und die Reste der großzügig geschälten Ananas zu schnappen und zu fressen. Die Rasselbande zeigte dabei überhaupt keine Scheu, stibitzte uns die Stücke aus der Hand und tobte wild auf unserem Langboot herum. Tja, so kann man die Viecher auch verziehen! Nachdem die Früchtereste verteilt und vertilgt waren, ging es letztlich weiter zur Anlegestelle und auf einem Pritschenwagen zurück in die Hotels.

Koh Lanta – Verzogener Affe

Dort angekommen habe ich mich kurz darauf auf den Weg zum Strand gemacht und bin die knapp drei Kilometer zu einem netten kleinen Hotel spaziert, wo ich mir in der Bar mit Infinity-Pool zwei Sundowner gegönnt habe. Die Sonne war schon lange untergegangen, als ich am dunklen Strand entlang zurück zum Hotel gegangen bin und dabei den schmalen Durchgang zu meinem Hostel gerade noch so gefunden hatte. Zusammen mit einem Schweizer aus meinem Hostel bin ich auf seinem Mofa in den Hauptort Sala Dan (ศาลาด่าน) gefahren, und wir haben in einem netten, kleinen Touri-Restaurant zu Abend gegessen.

Koh Lanta
Koh Lanta – Sundowner-Cocktail

Am nächsten Morgen wurde ich um acht von einem Van abgeholt, der mich zurück zum Flughafen Krabi bringen sollte. Da der Transfer diesmal direkt vom Hotel gebucht worden war, zahlte ich sage und schreibe nicht mal ein Sechstel jenes Preises, den ich zwei Tage zuvor am Flughafen bezahlt hatte.

Mein nächstes Ziel war Koh Samui (เกาะสมุย), das ich in einer Dreiviertelstunde Flug von Krabi aus erreichte. Ich hatte mir hier ein nettes kleines Hotel unweit des Flughafens gebucht, und mein Shuttle stand schon da, als ich aus dem Terminalgebäude kam. Ich wurde freundlich begrüßt und auf mein Zimmer gebracht, wo ich aber nicht lange blieb, sondern mit meinem neuen Buch, das mir von Chris in Peru empfohlen wurde und das mir Nico nach Australien mitbringen musste, schnurstracks an den Pool bin. Es war nicht viel los an diesem Nachmittag, was mir ganz recht war, denn so konnte ich ein bisschen faulenzen.

Das Abendessen im Restaurant nebenan war nicht nur lecker, sondern auch spottgünstig. Und dann habe ich mich auf den Weg hinunter nach Chaweng (หาดเฉวง) gemacht. Das war dann doch ein bisschen anders als mein ruhiges Hotel. Hier war es laut, grell und voll. Da steppte der Bär. Eine Bar neben der anderen. Es gab reihenweise Restaurants, Diskos, Hotels, Souvenirläden. Urlaub, wie ich ihn mir eigentlich nicht wünsche. Im Häagen Dazs hab ich mir ein Eis geholt und bin mit einer gewissen Verwunderung die Straße entlang gelaufen. Schneider bieten ihre Dienste an, und Lady-Boys werben für ihre Shows. Plakate, Werbungen und Anzeigen sind nicht nur auf Englisch gehalten, sondern auch auf Russisch und Hebräisch. In einer Bar in einer Seitenstraße habe ich mir einen Gin Tonic gestellt und bin mit ein paar Leuten ins Gespräch gekommen. Und dann haben wir Pool Billard gespielt; etwas, das die Thais wohl gerne machen, denn überall waren die Billard-Tische zu sehen.

Nach einer erholsamen Nacht in meinem kuscheligen Bett habe ich im Restaurant gegenüber gefrühstückt und bin anschließend auf den Berg direkt neben meinem Hotel gestiegen. Also zugegeben, es war ein kurzer, wenn auch anstrengender Spaziergang bei drückender Hitze zum Wat Khao Hua Jook-Tempel. Der Tempel lag 90 Meter über dem Meeresspiegel und erlaubte trotz Bewölkung einen herrlichen Blick auf den Strand von Chaweng und auf der anderen Seite direkt auf den Flughafen von Koh Samui. Eine Kopie von Buddhas Fußabdruck wird im Innern des Tempels verehrt und ist deshalb nicht nur das Ziel von Touristen.

Koh Samui – Wat Khao Hua Jook Temple
Koh Samui – Wat Khao Hua Jook Temple
Koh Samui – Wat Khao Hua Jook Temple

Zurück im Hotel habe ich mich frisch gemacht und dann fertig für die Poolparty, die das Hotel schon groß angekündigt hatte. Ich habe mir einen netten Platz in der Sonne direkt am Pool gesucht und gewartet, bis es losging. Bis zum Schluss wollte die Party nicht so recht in die Gänge kommen. Die Musik war gut, aber die Leute haben eher auf ihren Handys herumgespielt. Irgendwann wurden die beiden Liegen neben mir von einem Pärchen besetzt: ein älterer britischer Herr mit seinem jungen Thai-Boy. Der Brite hieß Richard und sein Boyfriend hieß Night; eigentlich hieß er anders, aber sein Thai-Name war dem Europäer wohl zu schwierig und so griff er auf ein einfaches englisches Wort zurück. Die beiden wohnten zusammen in Pattaya, jener Stadt südöstlich von Bangkok, die schon vor 20 Jahren Ziel des westlichen Sextourismus war und noch heute quasi dessen Zentrum ist. Wir haben uns gut unterhalten, und als die beiden wieder abgezogen waren, blieb ich zurück bis es dann gegen sieben anfing dunkel zu werden.

Koh Samui – Pool party

Für den Abend haben mir die beiden eine Lady-Boy-Show empfohlen, die ich mir dann um neun auch angeschaut habe. Ich habe zwar schon professionellere Shows dieser Art gesehen, aber es war trotzdem lustig; ältere Herren wurden von den falschen Ladys unter großem Gejohle lüstig umgarnt oder auf die Bühne geholt. Die knapp einstündige Show hatte nichts gekostet, lediglich für die Getränke musste man einen westlichen Preis bezahlen. Später habe ich in einer Bar noch was getrunken, und da saß der Kerl, der bereits in der Show neben mir gesessen hatte. Gordan kam aus der Nähe von Frankfurt und war zum Urlaub auf Koh Samui. Er hatte die Tage zuvor schon Leute kennen gelernt, die dann irgendwann auch dazu kamen, und irgendwann sind wir in die Green Mango, eine ohrenbetäubende Open-Air-Diskos mitten im Vergnügungszentrum von Chaweng gelandet. Die Thai-Mädels (die echten und die falschen!) haben uns Sang Som (แสงโสม) aufgedrängt, typischen thailändischen Rum, der zusammen mit Cola getrunken wird. Ein widerliches Gesöff, vor allem auch dann, wenn man ihn pur und auf Ex trinken musste. Als der Club um drei zu machte, war ich froh, in mein Bett zu torkeln.

Der nächste Tag begann folglich recht spät, aber gegen Mittag war ich dann auch wieder so weit, um im Restaurant gegenüber frühstücken zu können. Dann habe ich mir im Hotel einen Roller gemietet und Gordan an seinem Hostel abholt. Gestern bereits hatten wir ausgemacht, zusammen die Insel ein bisschen zu erkunden. Auf unserem klapprigen Roller, bei dem der Tacho nicht mehr funktionierte, sind wir durch die schwüle Hitze Thailands zu unserem ersten Stopp gedüst: dem Wat Plai Laem-Tempel (วัดปลายแหลม) unweit von Chaweng. Auf drei künstlichen Inseln in einem größeren Fischweiher mit von den Gläubigen fettgefütterten Hechten sind zwei riesige Buddhas und ein Tempel. Der Eine, ein achtzehnarmiger weißer Buddha war von Gläubigen umgeben, die im Schatten sitzend beteten und schwätzten. Wie in einer Moschee so muss man auch in einem buddhistischen Tempel oder Heiligtum für gewöhnlich die Schuhe ausziehen. Eigentlich ist das ja kein Problem, nur waren die Fliesen, auf denen wir gehen mussten, in der prallen Sonne und mit kräftigen dunklen Farben. Folglich wurden wir mit jedem Schritt schneller. Der Tempel in der Mitte des Trios war irgendeiner Gottheit aus dem Hindu-Pantheon gewidmet, und der zweite Buddha war ein sogenannter Budai. Einen solchen lachenden Buddha, der eigentlich eine populäre Figur aus der chinesischen Volksreligion ist, sieht man immer mal wieder. Mit seinem dicken Bauch und seinem Lachen symbolisiert der Budai zum einen Reichtum und zum anderen Gelassenheit und Zufriedenheit mit sich und der Welt.

Koh Samui – 18-armiger Buddha im Wat Plai Laem (inkl. Fußsohlenverbrennen)
Koh Samui – Budai im Wat Plai Laem Temple
Koh Samui – Wat Plai Laem Temple
Koh Samui – Wat Plai Laem Temple
Koh Samui – Wat Plai Laem Temple

Gordan hat sich zwar vor der Weiterfahrt noch eine gekühlte Kokosnuss gegönnt, aber schon am nächsten Stopp unserer Tour hatten wir beide unseren Hunger mit thailändischen Nutella-Crêpes und Smoothies gestillt. Gestärkt konnten wir dann die paar Stufen zum Big Buddha (Wat Phra Yai, พระใหญ่) hinaufsteigen. Der zwölf Meter hohe Buddha ist ein Wahrzeichen Koh Samuis und ist auf einer kleinen Insel (Koh Faan) zu finden, die nur über einen Damm erreicht werden kann. Um den Kopf des Buddhas herum ist das Rad der Lehre zu sehen, das mit seinen acht Speichen den Edlen Achtfachen Pfad symbolisiert. Gemäß der buddhistischen Lehre sind diese:

– rechte Anschauung/Erkenntnis
– rechte Absicht
– rechtes Reden
– rechtes Handeln
– rechter Lebenserwerb
– rechtes Streben/Üben
– rechte Achtsamkeit
– rechtes Sich-Versenken

Im womöglich frühen fünften vorchristlichen Jahrhundert lebte im heutigen Nordindien ein Fürstenprinz namens Siddhartha Gautama (सिद्धार्थ गौतम). Nach seiner Ehe mit einen Prinzessin mangelte es ihm in seinem Palast an nichts, dennoch wanderte er viermal aus seinen Palast hinaus in die Umgebung und sah die Schattenseiten des Lebens in Form von Alter, Krankheit, Tod und Schmerz. Daraufhin beschloss er, einen Weg aus diesem Leid zu finden und fand ihn im Nirwana (निर्वाण). Wenn man nämlich eine – angenehme oder unangenehme – Erfahrung als das hinnäme, was sie ist, dann verursache sie kein Leid. Wer es also schaffe, alles Leid hinter sich zu lassen und nichts mehr zu begehren, der würde das Nirwana erreichen. Der Ort, an dem Siddhartha im Alter von 35 Jahren diesen Zustand in tiefster Versenkung erreicht haben soll, war unter einer Pappelfeige im nordindischen Bundesstaat Bihar, die seither Bodhi-Baum genannt wird; von Bodhi „Erwachen“. Viele buddhistische Klöster haben einen Ableger jenes Baumes in ihrem Besitz. Siddhartha wurde damit zum Buddha, zum Erwachten. Seinen Anhängern hatte er seine Lehre fortan gepredigt und weitergegeben.

Koh Samui – Wat Phra Yai Temple (Big Buddha), Rad der Lehre

Da man das Nirwana so auf die Schnelle ja ohnehin nicht erreicht, sind wir nicht allzu lange geblieben und mit unserem Roller durch den chaotischen thailändischen Verkehr weitergedüst zum Lamai Beach (หาดละไม). So recht hatte es uns dort aber nicht getaugt, weshalb wir noch ein Stück weitergefahren sind zu den Grandpa & Grandma Rocks (Hin Ta and Hin Yai Rocks, หินตา หินยาย). Die Felsen heißen so, weil sie an männliche und weibliche Genitalien erinnern. Der Legende nach geht die Geschichte so:

Opa Kreng und Oma Riem lebten in der südlichen Provinz Nakhon Si Thammarat. Und wie Großeltern halt so sind, fanden Sie, dass es für den Sohn Zeit wurde, sich zu vermählen. Also beschlossen Sie, in die Nachbarprovinz Prachuap Khiri Khan zu segeln, um dort bei einem Mann namens Monglai um die Hand von dessen Tochter anzuhalten – also für den Sohn, nicht für den Opa! Auf der Überfahrt kam ihr Boot aber in einen Sturm und die beiden vermochten es nicht, ans rettende Ufer zurück zu schwimmen. Sie starben auf See und verwandelten sich in die besagten Steine, um den zukünftigen Brauteltern ihre ehrenvollen und wahrhaftigen Absichten zu beweisen.

Koh Samui – Kokoseis (im Vordergrund), Grandpa Rock (im Hintergrund)
Koh Samui – Lamai Beach

Wir kletterten auf den Felsen herum und suchten nach den „Großeltern“. Der Opa war nicht zu übersehen und ragte sprichwörtlich in den Himmel. Nach der Oma mussten wir ein bisschen länger suchen, fanden aber letztlich auch sie. Nebenan in der Bar eines gaaanz relaxten Reggea-Hippie-Typen haben wir noch was gegen den Durst getrunken und dann ging es wieder zurück. Nachdem ich Gordan in seinem Hostel abgeladen hatte, bin ich in mein Hotel gefahren, habe schnell geduscht und wurde dann von Richard und Night zum Abendessen eingeladen – da sagt der Schwabe nicht Nein! Night ließ den Kellner in einem nahegelegenen Restaurant lokale Spezialitäten bringen, und die beiden erzählten von sich und ihrem Leben in Pattaya. Zum Nachtisch gab es Pappreis mit Mango – wow, war das lecker!

Zu einem Absacker in der Bar vom Vortrag war auch Gordan wieder dabei, aber diesmal weigerte ich mich, den Thai-Rum zu saufen und in die Green Mango mitzugehen – das hat mir gestern wohl gereicht.

Mein Hotel hatte mir am nächsten Morgen wieder einen Transfer organisiert und die junge Frau wartete schon auf mich, als ich zum Checkout hinunter kam. Die etwa zehnminütige Fahrt zum Flughafen brachte mich eigentlich rechtzeitig zum meinem 10.45-Uhr-Flug nach Bangkok, aber da eine Menge Leute eincheckten und die Angestellten nicht die schnellsten waren, wurde es hinten raus fast noch ein bisschen knapp. Der Flughafen in Samui ist quasi offen. Keine geschlossenen Räume mit Klimaanlagen, sondern offene Gebäude mit Ventilatoren und stinkendem Fischteich am Gate und Gepäckband.

Koh Samui Airport – Stinkender Fischteich

ลาก่อนเกาะสมุย!
La gòn kráb, Koh Samui. Es war schön bei dir!
Koh Lanta war auch ganz nett, aber wenn ich wieder mal nach Thailand komme, dann such ich mir ein paar schöne Ecken. Ich gebe zu, ich hatte mich vorab nicht allzu gut über Thailand informiert und nur von Singapur und Australien aus schon Ho(s)tels und Flüge gebucht. Naja, es ist mit einer Weltreise wahrscheinlich wie mit dem Hausbauen. Beim zweiten Haus macht man viele Fehler nicht mehr. Für die zweite Weltreise weiß ich’s also nun…

Bye-bye Koh Samui!
Kommentare sind geschlossen.