Welcome to my office

Welcome to my office

Der 28. Dezember ist da. Der Tag meines Aufbruchs. Ein komisches Gefühl schwebt über allen. Ich versuche den Abschied so kurz und schmerzlos zu gestalten – und zum großen Teil gelingt es mir auch. Es geht los!

Praktisch gesehen ist die Anreise zu meinem ersten Ziel relativ umständlich. Von München aus fliege ich über London und Johannesburg nach Kapstadt. Vom Verlassen der elterlichen Heimat bis zur Ankunft im Hostel vergehen 27 Stunden. 27 Stunden, die mich von widerlich-nassen Schneeschauern in den Sommer der südlichen Hemisphäre bringen.

Schlummetrunk im Flugzeug

In Johannesburg muss ich mich neu einchecken und warte dann auf meinen Weiterflug. Dabei stoße ich auf einen Mann, der seinen Job wohl gern macht – dabei hätte er allen Grund dazu, dass ihm seine Arbeit im wahrsten Sinne des Wortes stinkt. Als ich nämlich mal für kleine Jungs muss, begrüßt mich besagter Klomann mit einem freundlichen

Welcome to my office! Always nice and clean!

Ich muss schmunzeln als ich diesen Spruch höre, und jedem verdutzten Neuankömmling geht es ähnlich wie mir.

Mein Hostel in Kapstadt liegt auf der Long Street. Mittendrin also, mit den Häusern in georgianischem und viktorianischem Stil, mit den Bars, Restaurants, Hotels, Ramsch- und Antiquitätenläden. Gras kriegt man hier an jeder Ecke, auch am helllichten Tag, aber bei Nacht sollte man auf seine Wertsachen aufpassen. Das Zimmer ist – nennen wir es mal – zweckmäßig und einfach eingerichtet, aber dafür macht der (wenn auch etwas in Mitleidenschaft gezogene) Balkon was her. Und von hier oben überblickt man das Treiben auf der Straße umso besser. Und um die Musikbeschallung braucht man sich hierbei auch keine Sorgen zu machen. Dafür sorgen nämlich drei Bars direkt an der Ecke, an der auch mein Hostel steht. Geschwätz und Geschrei sowie aufgemotzte Autos sorgen für einen Lärmpegel, der gerade an so einem langen Silvesterwochenende vor vier Uhr morgens nicht aufhört. Wenn dann aber mal Ruhe ist, wird die Straße gereinigt und schon am nächsten Morgen ist von den nächtlichen Eskapaden nichts mehr zu sehen.

Hostel Kapstadt

Mein erster Weg führt mich noch am Tag meiner Ankunft an die Waterfront. Dort, wo vor hundert Jahren noch Schiffe gebaut bzw. deren Ladungen gelöscht wurden, gibt es heute eine Freizeit- und Vergnügungsmeile, die mit knapp 24 Millionen Besuchern pro Jahr zu den meistbesuchten Orten Südafrikas gehören. Hier geht es ganz entspannt zu, und mir kommt es so vor, dass auch die Kapstädter richtig gechillt sind. Der Verkehr ist weniger hektisch, und überhaupt sind ohnehin alle in festlicher Urlaubslaune – Weihnachten ist ja gerade erst vorbei.

Waterfront und Tafelberg
Waterfront und Tafelberg
Waterfront

Ein Gedanke zu „Welcome to my office

  1. Schön, dass Du auch so tolles Wetter in Kapstadt hattest, wie wir im November. ❤️
    Bin gespannt auf weitere schöne Eindrücke

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